Was ist MIPS? Das Sicherheitssystem im Reithelm.
MIPS wurde von einem Neurochirurgen und einem Biomechaniker entwickelt, um die Sicherheit in Risikosportarten zu erhöhen. Seit der Einführung 2007 hat MIPS die Sicherheitsstandards für Helme verändert.
WIE ER REITER VOR KOPFVERLETZUNGEN SCHÜTZT.
Mit MIPS bekommt der Helm eine reibungsarme Schicht, die sich bei einem Aufprall leicht bewegt.
Die Schicht lenkt Bewegung vom Kopf weg. Das reduziert die Rotationskräfte bei einem Sturz und damit das Risiko für das Gehirn.
Deshalb ist MIPS bei YELM in jedem Reithelm serienmäßig.
WARUM MIPS BEI YELM SERIENMÄSSIG IST, NICHT OPTIONAL
Viele Helmmarken bieten MIPS nur in der teureren Ausführung an, du zahlst also mehr für den sichereren Helm. YELM wurde mit der Überzeugung gegründet, dass Sicherheit kein Upgrade sein sollte.
Jeder Hybrid Helmet 2.0 kommt mit MIPS, mit doppelter Zertifizierung nach EN 1384:2023 und ASTM F1163-23, mit Magnetverschluss und einem Gesamtgewicht von 550 g.
Warum wir auf MIPS setzen
MIPS, Multi-directional Impact Protection System, ist eine Helmtechnologie, die die auf das Gehirn wirkenden Rotationskräfte bei schrägem Aufprall reduziert. Anders als herkömmliche Helme, die nur den direkten Aufprall abfangen, hat MIPS eine reibungsarme Schicht im Inneren, die eine Bewegung von 10 bis 15 mm zwischen Kopf und Helmschale erlaubt.
Diese Bewegung ist dem körpereigenen Schutzmechanismus nachempfunden und reduziert die Rotationsenergie, die das Gehirn erreicht, um bis zu 40 %.
Bei YELM ist MIPS in jedem Hybrid Helmet 2.0 serienmäßig, nicht als kostenpflichtiges Upgrade.
Warum Rotationskräfte das unterschätzte Risiko bei Reitunfällen sind
Die meisten Reitstürze sind keine direkten, senkrechten Aufprälle. Trifft ein Reiter schräg auf den Boden, was bei den meisten Reitunfällen der Fall ist, wirkt eine Rotationskraft auf den Helm. Das ist entscheidend, weil das Gehirn besonders empfindlich auf Rotationsbewegungen reagiert.
Rotationskräfte lassen das Gehirn im Schädel verdrehen. Dieses Scheren und Dehnen des Gewebes ist der wichtigste Mechanismus hinter Gehirnerschütterungen, diffusen axonalen Verletzungen und anderen Schädel-Hirn-Traumata. Ein Helm mit reinem EPS-Schaum nimmt die Energie eines direkten Aufpralls auf, ist aber nicht für Rotationskräfte ausgelegt.
So funktioniert MIPS, Schritt für Schritt
- Der Aufprall erfolgt schräg, das häufigste Szenario bei Reitstürzen.
- Die Außenschale nimmt die direkte Kraft über die Verformung des EPS-Schaums auf.
- Die reibungsarme MIPS-Schicht, eine dünne Gleitebene zwischen Innenfutter und Kopf, lässt den Helm 10 bis 15 mm unabhängig vom Kopf rotieren.
- Diese Relativbewegung lenkt Rotationsenergie vom Gehirn weg.
- Das Ergebnis ist eine messbare Verringerung der Rotationsbeschleunigung, die auf das Gehirngewebe wirkt.
FAQ
Häufige Fragen zu MIPS
Does MIPS prevent all brain injuries?
Nein. MIPS reduziert die Rotationskräfte, die bei schrägem Aufprall auf das Gehirn wirken, es beseitigt aber nicht jedes Risiko. In unabhängigen Labortests zeigen Helme mit MIPS eine um bis zu 40 % geringere Rotationsbeschleunigung als Helme ohne. Kein Helm kann vollständigen Schutz garantieren.
Wie viel Gewicht kommt durch MIPS dazu?
Die reibungsarme MIPS-Schicht wiegt etwa 30 bis 50 Gramm. Der YELM Hybrid Helmet 2.0 wiegt inklusive MIPS insgesamt 550 g und liegt damit auf dem Niveau vieler Reithelme ohne MIPS oder darunter.
Ist MIPS für alle Reitweisen relevant?
Ja. MIPS wirkt gegen Rotationskräfte, unabhängig von der Disziplin. Schräge Aufprälle, für die MIPS entwickelt wurde, kommen bei Stürzen in der Dressur, im Springen, im Gelände und in allen anderen Reitweisen vor. EN 1384:2023 und ASTM F1163-23, nach denen der YELM Hybrid Helmet 2.0 zertifiziert ist, gelten für alle Disziplinen.
Was ist der Unterschied zwischen EN 1384:2023 und ASTM F1163-23?
EN 1384:2023 ist die europäische Sicherheitsnorm für Reithelme und in den meisten europäischen Ländern für den Turniersport vorgeschrieben. ASTM F1163-23 ist die entsprechende amerikanische Norm. Der YELM Hybrid Helmet 2.0 ist nach beiden Normen zertifiziert und damit in Europa und den USA turniertauglich.
Wie oft sollte ich einen MIPS-Reithelm ersetzen?
Reithelme, mit oder ohne MIPS, sollten nach jedem stärkeren Aufprall ersetzt werden, auch ohne sichtbare Schäden. Als Faustregel gilt: alle 3 bis 5 Jahre austauschen, auch ohne Sturz, da EPS-Schaum und Materialien mit der Zeit altern. Beachte dazu die Angaben deines Helmherstellers.
Beeinflusst MIPS die Passform des Helms?
Die MIPS Schicht ist in das Innenfutter integriert und beeinflusst weder die äußere Passform noch die Größenwahl. Bestimme die Größe deines YELM Hybrid Helmet 2.0 nach dem üblichen Kopfumfang, MIPS funktioniert in jeder Größe.